<i>Ultraschalldiagnostik</i>Die Ultraschalluntersuchung der Brust hat in letzter Zeit eine dynamische Entwicklung durchgemacht. Konnte der Ultraschall früher nur zwischen Zysten und soliden Herden unterscheiden, lassen sich heute mit der 3D-Technologie bereits wenige Millimeter große Karzinome von anderen Herden in der Brust unterscheiden und punktieren.

Eine weitere Methode um gut- und bösartige Veränderungen zu unterscheiden ist die Elastografie: Hier wird die Festigkeit des Brustgewebes per Ultraschall gemessen. Aus den unterschiedlichen Festigkeiten lassen sich Rückschlüsse auf den Tumor schließen.

Die vorrangige Bedeutung der Sonografie liegt in der Entdeckung von Krebsen, die in der Mammografie nicht gesehen werden können. Das ist besonders häufig bei jungen Patientinnen (< 45 Jahre) und bei mastopathisch veränderten Brüsten (röntgendichte Brüste) der Fall. Hierbei liegt die sonografische Erkennungsrate von Brustveränderungen über denen der Mammografie.

Eine weitere Domäne der Sonografie ist das Überwachen von Krebsherden, die bereits vor der Operation mit einer Chemotherapie behandelt wurden (neoadjuvante Chemotherapie) und bei der operativen Lokalisation von nicht tastbaren Herden.

Ein nicht tastbarer Herd wird entweder per Ultraschall direkt vor oder während der Operation lokalisiert. Beide Verfahren werden bei uns eingesetzt. Die Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten dient der Unterscheidung von metastatisch befallenen und gutartig vergrößerten Lymphknoten. Zudem lässt die 3D-Führung der Biopsienadel bei Jet-Biopsien auch die sichere histologische Abklärung von millimetergroßen Herden zu.

Im Brustzentrum SAAR liegt die Entdeckungshäufigkeit von Brustkrebs mit Ultraschall bei 96%. Damit liegt das Brustzentrum SAAR im internationalen Vergleich mit an der Spitze.


 

Dr. Martin Deeken
Leiter Brustzentrum Saar

Anmeldung:
Petra Lang
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